Strategiepapiere

Gemeinschaftliche Selbsthilfe und kollektive Patientenbeteiligung werden mittlerweile in einigen Strategiepapieren (Gesetzen, Vereinbarungen …) erwähnt. Nachfolgend haben wir eine erste Übersicht zentraler Dokumente zusammengestellt:
 

Gesetze, Vereinbarungen, Gutachten zur Stärkung kollektiver Patientenbeteiligung

Patientencharta

Zwischen den Jahren 1999 und 2006 wurden Vereinbarungen nach Art. 15a Bundesverfassungsgesetz zwischen Bund und den einzelnen Bundesländern zur Sicherstellung der Patientenrechte („Patientencharta“) abgeschlossen. Abschnitt 7 widmet sich der Vertretung von Patienteninteressen.
 

Gesundheitsziel 3 „Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken“

In einem breit-angelegten partizipativen Prozess wurden 2011/2012 zehn Gesundheitsziele beschlossen entwickelt, mit dem Ziel, dass die Menschen in Österreich länger gesund leben. Die zehn Gesundheitsziele wurden 2012 von der Bundesgesundheitskommission beschlossen. Ein Gesundheitsziel adressiert die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und hat das Wirkungsziel „Das Gesundheitssystem unter Einbeziehung der Beteiligten und Betroffenen gesundheitskompetenter machen“.
 

Empfehlungen, Selbsthilfe und Patientenbeteiligung zu unterstützen

Masterplan Gesundheit (HVB 2010)

Der Masterplan des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger spricht sich für eine interessenunabhängige öffentliche Basisfinanzierung durch den Bund aus.
 

Einbeziehung von Patientenvertreterinnen und Patientenvertretern in Gremien des Gesundheitswesens (BMG 2014)

Das Bundesministerium für Gesundheit gab im Jahr 2014 Empfehlungen zur Unterstützung von Patientenvertreterinnen und -vertretern auf Basis einer Fokusgruppe heraus.
 

Gesundheitsförderungsstrategie

Die Gesundheitsförderungsstrategie (2016) im Rahmen des Bundes-Zielsteuerungsvertrags definiert als Schwerpunkt im Interventionsfeld öffentliche Dienstleistungen u. a. die „Förderung der Gesundheitskompetenz bei Selbsthilfegruppen + Patientenvertretungen“.
 

Nationaler Aktionsplan für seltene Erkrankungen (NAP.se) / 2014–2018

Von seltenen Erkrankungen spricht man, wenn weniger als 5 von 10.000 Einwohnerinnen/Einwohnern eines Landes von einer Erkrankung betroffen sind. Durch die geringe Prävalenz ergeben sich für die Betroffenen besondere Herausforderungen. Mit dem Nationalen Aktionsplan soll die Versorgung von Patientinnen und Patienten, die von seltenen Erkrankungen betroffen sind, verbessert werden. Handlungsfeld 9 befasst sich mit der Anerkennung der Leistungen der Selbsthilfe.